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Ministeriumsmitarbeiter im Irak verschleppt

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Ministeriumsmitarbeiter im Irak verschleppt

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Die Entführungswelle im Irak hat einen neuen Höhepunkt erreicht: Am Morgen fuhren Unbekannte, die als Polizisten verkleidet waren, in Kleinlastern vor dem Höheren Erziehungsministerium in Bagdad vor. Sie sperrten die Straßen ab und kidnappten mehr als 100 Menschen, darunter etwa 20 Angestellte, die meisten von ihnen Sunniten.

Weiter ist unklar, ob die Tat politisch motiviert ist. Die Sunniten und Washington machen die Schiiten für viele Entführungen im Irak verantwortlich. Wenige Verschleppte kommen wieder frei. Die meisten von ihnen werden jedoch zu Tode gefoltert und auf den Straßen Bagdads zurückgelassen. Die Entführer können in fast allen Fällen trotz erhöhter Sicherheitskontrollen entkommen.

Gestern Abend führte die amerikanische Armee Razzien in einem schiitischen Viertel von Bagdad durch. Ziel waren Anhänger des radikalen Schiitenführers Moktada El-Sadr, die hinter den Entführungsschwadronen vermutet werden. Dabei wurden mindestens sechs Menschen getötet.