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Nach Bush spricht Blair mit Baker-Kommission über Irak-Politik

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Nach Bush spricht Blair mit Baker-Kommission über Irak-Politik

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Grossbritanniens Premierminister Tony Blair hat Iran und Syrien aufgefordert, bei der Befriedung der Lage im Irak zu helfen. Bei einer Grundsatzrede zur Aussenpolitik in London stellte der Labor-Regierungschef Teheren eine “neue Partnerschaft” für den Fall in Aussicht, dass der Iran seine Unterstützung für Aufständische im Irak und im Libanon beenden sowie sich im Atomstreit an internationale Verpflichtungen halten sollte.

“Die Lösung für den Irak liegt grösstenteils ausserhalb des Landes in der Region, wo die Wurzeln des globalen Terrorismus liegen” – so Blair – “ich schlage eine Gesamtstrategie zur Lösung der Konflikte im Nahen Osten vor. Lassen sie mich betonene dass dies nicht wie fälschlicher-weise angenommen bedeutet, unsere Politik gegenüber Syrien und dem Iran zu ändern.”

Bewegung von beiden Ländern verlangen auch die USA. Gestern stand Präsident George W. Bush einer Expertenkommission unter Leitung des früheren Aussenministers James Baker Rede und Antwort, die bis Ende Dezember Empfehlungen für eine neue US-Strategie im Irak vorlegen soll.

Der Druck auf Bush nimmt nach den verlorenen Kongresswahlen zu. Demokraten wie Carl Levin forderten erneut Alternativen zur bisherigen Irak-Politik. Wegen dieser sieht sich auch Tony Blair im eigenen Land Kritik ausgesetzt. Heute abend wird sich Blair den Fragen der Baker-Kommission per Videoschaltung stellen.