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Saakaschwili plädiert für Wiederaufnahme des Dialogs mit Russland

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Saakaschwili plädiert für Wiederaufnahme des Dialogs mit Russland

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Der georgische Präsident Michail Saakaschwili hat Russlands Blockade gegenüber seinem Land kritisiert, aber für die Wiederaufnahme des Dialogs plädiert. Bei seinem Besuch im Europa-Parlament in Straßburg bat er die EU um Vermittlung. Die geplante Preiserhöhung für Gaslieferungen aus Russland prangerte Saakaschwili erneut als politisches Druckmittel an. Allerdings steht nicht nur dem westwärts gewandten Georgien, sondern auch Russlands Verbündetem Weißrussland eine Preiserhöhung bevor.

Den Europäern könne das Gleiche drohen, warnte Saakaschwili, und verwies für sein Land auf alternative Lieferungen: “Wir sprechen da vor allem über 1,5 Milliarden Kubikmeter Gas für diesen Winter, die insbesondere für die Privathaushalte gedacht sind. Das ist nicht viel. Es ist nicht so tragisch, und ich gehe mal davon aus, dass wir diesen politischen Preis umgehen können.”

Das Verhältnis zu Russland dürfte sich auch durch das Referendum in Georgiens abtrünniger Provinz Südossetien nicht verbessern. 99 Prozent hatten dabei am Wochenende für die Unabhängigkeit gestimmt, doch wurde das Referendum international nicht anerkannt. Der Europarat bezeichnete es, so wörtlich, als unnötig, nutzlos und ungerecht.

Russland hatte hingegen die Abstimmung insofern geduldet, als Wahllokale für Südosseten auf seinem Gebiet geöffnet waren, und forderte Georgien nun auf, das Ergebnis ernst zu nehmen. Die russisch-georgischen Beziehungen hatten sich nach der Ferstnahme mutmaßlicher russischer Spione in Georgien drastisch verschlechtert. Russland wies daraufhin Georgier aus und schloss Unternehmen georgischer Staatsbürger.