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Stagnation in der Eurozone

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Stagnation in der Eurozone

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Stagnation in Frankreich, Schwäche in Italien – die robuste Konjunktur in Deutschland allein reicht nicht: Das Wirtschaftswachstum in der Eurozone hat sich im dritten Quartal deutlicher verlangsamt als erwartet. Nach den am Dienstag veröffentlichten ersten Berechnungen des europäischen Statistikamtes Eurostat legte das Bruttoinlandsprodukt im Vergleich zum Vorquartal um 0,5 Prozent zu.

Im zweiten Quartal hatte das Wachstum noch 0,9 Prozent, im ersten 0,8 Prozent betragen. 2005 wurde für das Gesamtjahr 1,4 Prozent berechnet. Details seiner Untersuchung veröffentlicht Eurostat am 30. November. Doch schon jetzt ist klar: Das Null-Wachstum in Frankreich zog die Zahlen für den gemeinsamen Währungsraum nach unten.

Zwar hatten Analysten mit einer Abschwächung gerechnet – dass am Ende aber gar nichts herauskam, sorgte für Überraschung. Die Pariser Regierung und auch der Internationale Währungsfonds dürften nun ihre Prognosen nach unten korrigieren müssen.

Ein anderes Bild liefert derzeit Deutschland, die größte Volkswirtschaft der Eurozone. Alle Institute und Großbanken rechnen inzwischen für das Gesamtjahr fest mit einem Plus von mehr als zwei Prozent und sehen die 2,5 Prozent in greifbarer Nähe. Das wäre das stärkste Wachstum seit dem Boomjahr 2000. Zudem dürfte der Aufschwung auch im nächsten Jahr anhalten – trotz der Mehrwertsteuererhöhung.