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Bundesgerichtshof: Frauenarzt muss zahlen

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Bundesgerichtshof: Frauenarzt muss zahlen

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Für den dreijährigen Sohn einer Deutschen wird ihr Frauenarzt auf Grund eines Kunstfehlers pro Monat etwa 600 Euro Unterhalt zahlen, bis der Junge 18 Jahre alt ist. Dies entschied der Bundesgerichtshof in Karlsruhe. Die Frau hatte sich 2002 beim beklagten Arzt das Verhütungsmittel Implanon einsetzen lassen. Das kleine Plastikröhrchen, das oberhalb der Ellenbeuge eingeführt wird, war bei einer Kontrolluntersuchung sechs Monate später nicht mehr aufzufinden und sie war ungewollt in der 16. Woche schwanger.

Die Versicherung des Arztes wird die Kosten übernehmen. In der deutschen Presse wurde das Urteil größtenteils negativ aufgenommen. Es bestehe die Gefahr, dass das Kind sich nun ein Leben lang unerwünscht fühlen werde. Auch fürchten Gynäkologen eine Prozessflut.