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Deutsche Börse bricht Gespräche mit Euronext ab - freie Bahn für Euronext und NYSE

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Deutsche Börse bricht Gespräche mit Euronext ab - freie Bahn für Euronext und NYSE

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Die Deutsche Börse AG gibt ihre Pläne für einen Zusammenschluss mit dem europäischen Börsenverbund Euronext auf. Euronext habe die Gespräche nicht fortführen wollen, sagte Deutsche-Börse-Chef Reto Francioni in Frankfurt.

Weitere Kontakte hätten keinen Sinn mehr gehabt. Es sei nicht genügend Unterstützung von Euronext und ihren Aktionären gekommen. Die Deutsche Börse AG konzentriere sich nun auf andere Optionen, so Francioni.

Euronext bevorzugt stattdessen eine Fusion mit der New York Stock Exchange. Für dieses Vorhaben ist nun der Weg frei. Allerdings sind noch viele Anteilseigner skeptisch.

Durch den Zusammenschluss entstünde ein transatlantischer Marktgigant. Der Börsenwert der an der Wall Street und bei Euronext notierten Unternehmen beläuft sich zusammen auf mehr als 20.000 Milliarden Euro. Sie wäre damit die liquideste Börse der Welt.

Doch Konkurrenz ist schon in Sicht. Ein Konsortium amerikanischer und europäischer Banken, angeführt von der Citigroup und der Schweizer UBS, will bis 2008 eine eigene Plattform für den Aktienhandel schaffen. Weitere Partner sind etwa die Deutsche Bank, Credit Suisse und Morgan Stanley.

Die Banken nutzen dafür eine neue EU-Richtlinie für Finanzmärkte, die im November 2007 in Kraft tritt.
Diese soll den Wettbewerb im europäischen Aktienhandel förden und die Schaffung neuer Handelsplattformen ermöglichen.