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IAEO findet Plutoniumspuren im Iran

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IAEO findet Plutoniumspuren im Iran

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Befürchtungen, der Iran bereite den Bau von Atombomben vor, haben neuen Auftrieb erhalten. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad kündigte vor Journalisten an, sein Land wolle innerhalb von vier Monaten rund 3000 Zentrifugen zur Uran-Anreicherung in Betrieb nehmen. Langfristig würden bis zu 60 000 Zentrifugen installiert. Unterdessen fanden Inspektoren der Internationalen Atmoenergiebehörde IAEO in einer iranischen Anlage für radioaktive Abfälle Spuren von Plutonium und angereichertem Uran. Dies geht aus einem als vertraulich bezeichneten Bericht der IAEO hervor, der von mehreren Nachrichtenagenturen eingesehen wurde. Plutonium und hoch angereichertes Uran können zum Bau von Atombomben verwendet werden. Das Uran sei in höherem Grade angereichert gewesen, als für Kraftwerke erforderlich, verlautete aus der IAEO; der Anreicherungsgrad sei aber für Atomwaffen zu niedrig gewesen. Wie es in Wien weiter hieß, habe der Iran erklärt, es könnte sich um Nebenprodukte der zivilen Nutzung der Atomenergie handeln.