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Frankreich: Drei, die Präsident werden wollen

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Frankreich: Drei, die Präsident werden wollen

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Einer der Kandidaten der französischen Sozialisten ist der ehemalige Premierminister Laurent Fabius. Er lag in Umfragen immer weit zurück, aber hat sich einen Ruf als Vertreter der kleinen Leute gemacht: “Ich bin Kandidat, weil es Situationen, Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten gibt, die nicht akzeptable sind”, so Fabius in einer der Fersehdebatten.

Er will eine Anhebung des Mindestlohns und mehr Sozialwohnungen. Vor allem aber hoffte er, dass ihm sein Widerstand gegen die Europäische Verfassung weiter Pluspunkte bringt. Angetreten ist er damit gegen den früheren Wirtschafts- und Finanzminister Dominique Strauss-Kahn. Der Architekt der französischen Wirtschaftserholung sieht sich als Mann der Mitte.

“Ich bin Kandidat, weil wir letztenendes in unserem Land die Lösungen der modernen Sozialdemokratie brauchen,” warb Strauss-Kahn für sich. Strauss-Kahn hofft auf eine Stichwahl. Er will sich für langfristigere Arbeitsverträge einsetzen und dafür, dass französische Firmen gegen feindlich Übernahmen geschützt werden. Außerdem will er Wettbewerb zwischen Universitäten einführen.

Und dann ist da die Regionalpolitikerin und Ex-Umweltministerin Ségolène Royal. Zuletzt hatte man ihr vorgehalten, dass sie gar kein klares politisches Programm hat. Aber Erfolg hat sie auch so. “Ich bin Kandidatin weil ich an den politischen Willen glaube, auch in der Wirtschaft”, war so ihre kanappe Fernseh-Vorstellung im Wahlkampf.

So will sie für Frankreich auch fast alles: mehr Mindestlohn, mehr Forschung, zahlreiche Maßnahmen gegen Jugendkriminalität und eine besser Integration. In Wählerumfragen ist Royal haushohe Favouritin. Ein klares Stimmungsbild der Parteibasis, die nun hren Präsidentschaftkandidaten gewählt hat, gab es allerdings nicht.