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Air France-KLM will Billigfliegern Konkurrenz machen

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Air France-KLM will Billigfliegern Konkurrenz machen

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Der Wettbewerb in der europäischen Luftfahrtindustrie wird härter. Die französisch-niederländische Air France-KLM erwägt die Bildung einer Billigfluglinie. Damit solle dem Wachstum dieses Marktsegments Rechnung getragen werden, teilte das Unternehmen mit.

Dieser Markt wird bislang von der britischen Gesellschaft EasyJet und der irischen Ryanair beherrscht. Air France-KLM will beide vor allem auf populären Routen wie etwa nach Marokko oder Spanien schlagen. Allein in Spanien machen die Flüge der Billiganbieter zur Hochsaison ein Drittel des gesamten Aufkommens aus.

Ryanair und EasyJet transportierten in den ersten neun Monaten mehr als 30 Millionen Passagiere.
Die deutsche Air Berlin brachte es von Januar bis September auf 13 Millionen.

Hauptkonkurrent in Frankreich ist für Air France aber keine Fluggesellschaft, sondern der Hochgeschwindigkeitszug TGV. Dieser bedient nicht nur französische, sondern auch immer mehr Zielorte in den Nachbarländern.

So braucht der TGV für die Nord-Süd-Strecke Lille-Lyon-Marseille etwa vier Stunden. Ein Flug dauert zwar nicht mal halb so lange, mit Transfers zum Flughafen und Einchecken wird aber die gleiche Zeit erreicht. Air France-KLM will nun die niederländische Billigtochter transavia.com als TGV-Rivalen ausbauen.