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VW-Aufsichtsrat segnet Wechsel an Konzernspitze ab - zukunft von Bernhard aber weiter ungewiss

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VW-Aufsichtsrat segnet Wechsel an Konzernspitze ab - zukunft von Bernhard aber weiter ungewiss

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Der Aufsichtsrat von Volkswagen hat die künftige Führungsmannschaft abgesegnet, wichtige Personalfragen aber offen gelassen. Wie erwartet wurde der bisherige Audi-Chef Martin Winterkorn zum 1. Januar an die Konzernspitze berufen. Über seinen Nachfolger bei Audi werde später entschieden, hieß es. Ebenso unklar blieb die Zukunft von Markenvorstand Wolfgang Bernhard. Nach Medienspekulationen über einen möglichen Rücktritt sei seine Position bei der Aufsichtsratssitzung kein Thema gewesen.

Der 1937 gegründete Autobauer ist die Nummer eins in Europa und die Nummer vier in der Welt. Der Konzern betreibt sieben Marken und beschäftigt 345.000 Mitarbeiter.

Schwächen bei der Kernmarke VW hatten den Stuhl des bisherigen Vorstandschefs Bernd Pischetsrieder wackeln lassen. Er scheidet zum 31. Dezember aus dem Vorstand aus. Pischetsrieder soll aber weiterhin für Volkswagen tätig sein und andere Konzernaufgaben wahrnehmen, hieß es ohne Angabe von Einzelheiten.

Zudem gab der Aufsichtsrat grünes Licht für die Pläne des Vorstands, ein Fertigungswerk in Indien zu errichten. Der Subkontinent gehört zu den am schnellsten wachsenden Automärkten der Welt. Angesichts hoher Einfuhrzölle könne eine nennenswerte Präsenz auf diesem Markt aber nur durch eine eigene Produktion erreicht werden, hieß es.