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Mauretanien auf dem Weg zur Demokratie

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Mauretanien auf dem Weg zur Demokratie

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Mehr als ein Jahr nach einem Militärputsch steht das westafrikanische Mauretanien heute vor Parlaments- und Kommunalwahlen. Es ist der erste Schritt auf dem Weg zur Demokratie, wie sie die Militärregierung versprochen hat. Am Ende soll im März die Wahl eines Präsidenten stehen.

1960 erlangte das Land von Frankreich die Unabhängigkeit. Seitdem hat es fast nur Putsche und Einparteienherrschaft erlebt. Die europäische Union hat zur Wahl Beobachter geschickt: Ihr Anführer Alain Hutchinson sagt, er sei zuversichtlich, aber es sei nur ein erster Schritt. Die Probleme von dreißig Jahren Diktatur könne man nicht mit einer einzigen Wahl lösen.

Mauretanien ist stark islamisch geprägt, bis hin zum Rechtssystem. Um so erstaunlicher, dass ein Fünftel der Parlamentssitze bei dieser Wahl Frauen vorbehalten ist. Auch für die Kandidatenlisten der Parteien gilt diese Quote. Das sei sehr wichtig, sagt eine dieser Kandidatinnen. Die Frauen im Parlament könnten so ihre Rolle ausspielen, für die wirtschaftliche und soziale Entwicklung des Landes. Mehr Demokratie, dazu die neu erschlossenen Ölvorkommen vor der Küste – eine bessere Zukunft scheint für das arme Mauretanien endlich möglich.