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Bush-Besuch in Indonesien: Heftige Proteste von Gegnern des Irak-Krieges

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Bush-Besuch in Indonesien: Heftige Proteste von Gegnern des Irak-Krieges

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Begleitet von Protesten islamischer Gruppen hat US-Präsident George W. Bush Indonesien besucht. Es war die letzte Etappe von Bushs knapp einwöchiger Asienreise. Rund 3000 Menschen demonstrierten in der Kleinstadt Bogor südlich der Hauptstadt Jakarta gegen den US-Präsidenten und beschimpften ihn als Kriegsverbrecher. Zu gewaltsamen Zwischenfällen kam es nicht. Die Polizei hatte Bogor mit Stacheldrahtzäunen und mobilen Barrikaden abgeriegelt. Insgesamt waren rund 20.000 Sicherheitskräfte im Einsatz.

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem indonesischen Präsidenten Susilo Bambang Yudhoyono hob Bush dessen Engagement für Reformen und Demokratie hervor – und zeigte sich sogar über die Demonstrationen erfreut. “Ich applaudiere einer Gesellschaft, in der die Menschen frei ihre Meinung zum Ausdruck bringen können”, sagte der US-Präsident. “In der indonesischen Gesellschaft können sie sagen, was sie denken. Außerdem ist es nicht das erste Mal, dass die Menschen ihre Meinung über meine Politik ausdrücken. Aber das passiert eben, wenn man harte Entscheidungen trifft.”

Zu einer künftigen Militärstrategie für den Irak wollte sich Bush vorerst nicht äußern. “Ich habe noch keine Entscheidung über eine Truppenerhöhung oder eine Truppenreduzierung gefällt”, meinte er bloß, “und ich werde das auch nicht tun, bevor ich nicht die verschiedenen Seiten gehört habe, unser eigenes US-Militär eingeschlossen.” Indonesien ist einer der wichtigsten Verbündeten der UA in Südostasien. Nun plant Bush noch einen Zwischenstopp in Hawaii, bevor er am Dienstag abend in Washington erwartet wird.