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Spanien und Verbündete gegen drastischere Senkung der Fangmengen für Tiefseefische


Redaktion Brüssel

Spanien und Verbündete gegen drastischere Senkung der Fangmengen für Tiefseefische

Europas Fischerei-Minister beraten Anfang dieser Woche über die künftigen zulässigen Fangmengen für Tiefseefische. Der Kompromissvorschlag der Europäischen Kommission wurde sogleich von mehreren Ländern abgelehnt. Die Chancen auf eine Einigung sind mäßig, die Kommission hat sich auf eine Vertagung aufs nächste Treffen im Dezember eingestellt.

Ursprünglich hatte sie eine stufenweise weitere Senkung der zulässigen Gesamtfangmenge von jeweils einem Drittel für die beiden kommenden Jahre vorgeschlagen. Doch die Minister von Spanien, Frankreich, Portugal und Polen leisteten selbst gegen eine weniger drastische Kürzung Widerstand, unterstützt von Italien und Irland: Sie wollen höchstens eine 15prozentige Senkung akzeptieren.

Daneben geht es um Maßnahmen gegen die Überfischung des Mittelmeers. Die Kommission schlägt unter anderen die Nutzung weitmaschigerer Netze vor, um den Jungfischen bessere Überlebens- und damit Fortpflanzungsmöglichkeiten zu geben. Außerdem will sie bestimmte Gebiete vorübergehend zu Schutzzonen erklären und elektronische Kontrollen der Fänge an Bord einrichten. Bei letzter Maßnahme ist ihr wiederum der Widerstand der Fischer sicher.

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