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Betroffenheit nach Gemayel-Ermordung

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Betroffenheit nach Gemayel-Ermordung

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Der ehemalige Präsident und Vater des Ermordeten Amin Gemayel rief den Libanon zur Ruhe auf. Diese Nacht sollte das Land beten, um das Martyrium seines Sohnes zu begreifen und zu überlegen, wie der Libanon beschützt werden könne. “Ich wende mich an alle, die Pierres Martyrium würdigen und hinter seiner Sache stehen und an alle, die dem Libanon dienen. Wir wollen keine Reaktionen oder Racheakte.” Saad Hariri, der Chef der antisyrischen Parlamentsmehrheit, machte indirekt Damaskus für den Anschlag verantwortlich. Auch sein Vater, der einstige Regierungschef Rafik Hariri, war bei einem Attentat getötet worden.

US-Außenamts-Staatssekretär Nicholas Burns appellierte an die Nachbarstaaten, den Libanon zu unterstützen. “Der Mord hat uns zutiefst schockiert. Wir betrachten ihn als einen Terrorakt. Und wir sehen ihn auch als Einschüchterungstat an. Ein weiterer Grund für die gesamte Region, die Siniora-Regierung zu unterstützen und sich denen entgegenzustellen, die versuchen, den Libanon zu entzweien oder die Gewalt anzufachen.”

Beim Treffen der israelischen und britischen Außenministerinnen zeigten sich Zipi Liwni und Margaret Beckett besorgt über die Stabilität des Landes. “Die Nachrichten aus dem Libanon sind ein neues typisches Beispiel für die Region und unsere Nachbarschaft. Man muss eine Wahl zwischen den Moderaten und den Extremisten treffen.” Beckett sagte, Gemayels Ermordung richte großen Schaden an. “Wie hoffen alle, dass dieses Verbrechen ein Einzelfall bleibt. Wir wollen den Libanon wieder aufbauen und keine weiteren Zerstörungen und Toten mehr sehen.”