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Neuordnung der weltweiten Börsenlandschaft in vollem Gange

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Neuordnung der weltweiten Börsenlandschaft in vollem Gange

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Die Neuordnung der weltweiten Börsenlandschaft hat erneut Anlass zu vielerlei Spekulationen gegeben. Im Mittelpunkt: die London Stock Exchange. Zwar wiesen die Briten ein erneutes Übernahmeangebot der New Yorker Nasdaq umgehend zurück.

Doch Experten sehen für die Londoner Börse praktisch keine weiteren Optionen. Schon vier verschiedene Kaufinteressenten habe London abgewehrt, inzwischen aber fehlten der LSE liquide Mittel und Verbündete, um der Nasdaq-Offensive zu widerstehen.

Mit einer Marktkapitalisierung von 2700 Milliarden Euro ist die LSE die größte Börse Europas, dicht gefolgt von der Vier-Länder-Börse Euronext. Euronext will sich mit der New York Stock Exchange zusammenschließen, wodurch ein riesiger transatlantischer Handelsplatz entstehen würde. Die Wall Street sieht ihre Zukunft an der Seite eines starken europäischen Partners, die Nasdaq will es ihr nun nachtun.

Zunehmend isoliert in Europa ist die Deutsche Börse AG. Ein Zusammensschluss mit London scheiterte ebenso wie mit Euronext. Dies ließ nun Spekulationen ins Kraut schießen, Frankfurt bemühe sich um eine Übernahme der Börse in Madrid. Beide Unternehmen lehnten eine Stellungnahme ab. Unter Insidern hieß es indes, an der Sache sei nichts dran. Das Vorpreschen der Amerikaner in Europa begünstige derzeit Gedankenspiele über eine weitere Marktkonsolidierung.