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Grubenunglück in Polen

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Grubenunglück in Polen

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Bei einem der schwersten Bergbauunglücke in Polen sind möglicherweise mehr als 20 Kumpel ums Leben gekommen. Mehrere Tote wurden bereits geborgen. Die Arbeiter waren zum Zeitpunkt der Methangasexplosion am Dienstag um 16.00 Uhr in der Steinkohlegrube in Ruda Slaska in Oberschlesien.

Der polnische Ministerpräsident Jaroslaw Kaczynski war noch am Abend zur Unglücksgrube gereist. Er ordnete an, dass jede Familie, die einen Toten zu beklagen hat, etwa 7500 Euro Soforthilfe erhalten soll. Sein Zwillingsbruder, Staatspräsident Lech Kaczynski, kam ebenfalls nach Ruda Slaska. “Man muss ein Fünkchen Hoffnung haben, aber ich kann nicht verbergen, dass die Lage sehr schlimm ist”, sagte er.

Den Angaben zufolge wurde das Belüftungssystem provisorisch repariert, um Sauerstoff für die Verschütteten und Einsatzkräfte unter Tage zu pumpen. Nach Ansicht eines Sprechers der Bergwacht besteht “eine kleine Chance, dass es gelingt, noch jemanden lebend zu finden”.