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Libanon: Die Folgen einer politischen Mordserie

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Libanon: Die Folgen einer politischen Mordserie

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Der Mord an Pierre Gemayel hat im Libanon die Spannungen verschärft, zwischen pro-syrischen Kräften und Kritikern des übermächtigen Nachbarlandes. Gleichzeitig schweißt das Attentat das anti-syrische Lager zusammen: Die Beerdigung morgen dürfte zu einer Massendemonstration der Unterstützung für die geschwächte pro-westliche Regierung werden.

Der Führer der der libanesischen Drusen, Walid Dschumblatt, beschuldigte die syrische Regierung und warnte, sie könnte noch einen Minister umbringen. Das sei möglich, sogar sehr wahrscheinlich. Syrien könne das, weil Präsident Bashar al Assad Angst habe, vor Gericht zu landen.

Diese Anschuldigungen weist Damaskus zurück. Informationsminister Mohsen Bilal sagte unmittelbar nach dem Mord, das syrische Regierung und das syrische Volk verurteilten, was passiert sei. Das Attentat auf Pierre Gemayel sei ein Verbrechen. So oder so könnte der Mord an Gemayel es der libanesischen Regierung schwerer machen, eine Syrien zugeschriebene politische Mord-Serie durch ein internationales Sonder-Tribunal untersuchen zu lassen.