Eilmeldung

Eilmeldung

Mehr Schutz für Beschäftigte ohne Stelle auf Lebenszeit: Brüssel startet Anhörung mit Mitgliedsstaaten und Sozialpartnern

Sie lesen gerade:

Mehr Schutz für Beschäftigte ohne Stelle auf Lebenszeit: Brüssel startet Anhörung mit Mitgliedsstaaten und Sozialpartnern

Schriftgrösse Aa Aa

Immer weniger Europäer haben einen festen Job: Inzwischen arbeiten laut EU-Kommission vierzig Prozent der Beschäftigten mit Zeitarbeits- oder befristeten Verträgen, in Teilzeit, auf Abruf oder als freie Mitarbeiter. Globalisierung und technischer Fortschritt haben den Markt drastisch verändert. Auf der Suche nach einer besseren sozialen Sicherung für diese Erwerbstätigen ohne Stelle auf Lebenszeit hat die Kommission jetzt ein viermonatiges öffentliches Anhörungsverfahren gestartet. Auf dessen Basis will sie im Juni eigene Vorschläge vorlegen.

“Das strategische Konzept ist: Jobs, Beschäftigung und Wachstum”, erklärt der zuständige EU-Kommissar Vladimir Spidla, “und es umfasst auch das Konzept der so genannten Flexicurity, das besagt, dass man nicht die Veränderungen vermeiden kann, aber dass man die Leute unterstützen kann, die sich in solch einer Lage der Veränderung, des Umbruchs befinden.”

Das dänische “Flexicurity”-Konzept verschafft den Firmen mehr Flexibilität bei Entlassungen und sichert gleichzeitig die Arbeitslosen mit großzügiger Hilfe und Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Job besser ab. Auch wenn das Arbeitsrecht weitgehend in nationaler Hand liegt, will Brüssel mit der Initiative zu dessen Modernisierung beitragen.