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Niederländer wählen neues Parlament

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Niederländer wählen neues Parlament

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In den Niederlanden wird heute ein neues Parlament gewählt. Jüngsten Umfragen zufolge sind 40 Prozent der 12 Millionen Wahlberechtigten noch unentschieden, klare Mehrheiten werden weder auf dem rechten noch auf dem linken Flügel erwartet. In Umfragen liegen die Christdemokraten von Ministerpräsident Jan Peter Balkenende vorn. Der 50-Jährige darf wohl auf eine neue Amtszeit hoffen. Noch im Frühjahr hatte er mit Verlusten rechnen müssen. Doch Wirtschaftsaufschwung, rückgängige Arbeitslosenzahlen und erstklassige Staatsfinanzen haben ihn wieder nach vorn gebracht. Unklar ist, wie nach der Wahl seine mögliche Regierungskoalition aussehen könnte. Möglich wäre etwa eine große Koalition nach deutschem Vorbild. Kritiker werfen Wouter Bos, dem Spitzenkandidaten der Sozialdemokraten, vor, er behandle die Christdemokraten zu sanft, weil er genau auf solch eine Koalition setze. Das kostete ihn Umfragen zufolge Stimmen, ein Teil seiner Wähler sei weiter nach links gerutscht, heißt es. Geert Wilders, Rechtspopulist. Er thematisierte im Wahlkampf die Einwanderungspolitik; manche Beobachter sehen ein Potenzial von bis zu einem Viertel der Wähler für rechtsextreme Parteien in den Niederlanden. Das Wahlergebnis soll um Mitternacht feststehen. Dann beginnt die Suche nach regierungsfähigen Mehrheiten.