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Vater des ermordeten libanesischen Ministers ruft zu Besonnenheit auf

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Vater des ermordeten libanesischen Ministers ruft zu Besonnenheit auf

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Die Menschen im Libanon trauern um den gestern in seinem Auto erschossenen Industrieminister Pierre Gemayel. Die Feiern zum Unabhängigkeitstag wurden abgesagt. Die libanesische Regierung ordnete drei Tage Staatstrauer an. Politiker riefen die Bevölkerung auf, morgen an der Beerdigung teilzunehmen. Den ganzen Tag über standen die Menschen an, um der Familie zu kondolieren und Abschied zu nehmen. Der Vater des getöteten Ministers, Ex-Präsident Amin Gemayel, rief die Libanesen zur Besonnenheit auf. “Ich bitte Euch, Ruhe zu bewahren und verspreche Euch, dass sein Tod nicht ungesühnt bleiben wird”, sagte er vor Trauergästen.

Arabische Medien berichteten, Gemayel habe seine Ehefrau Patricia in der vergangenen Woche aus Angst vor einem Attentat gebeten, mit den zwei Kindern vorübergehend ins Ausland zu reisen. Die Ermordung Gemayels war das erste Attentat auf einen Angehörigen der anti-syrischen Bewegung im Libanon seit dem Mord an dem Journalisten Gibran Tueni im vergangenen Dezember.