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VW-Affäre: Volkert festgenommen

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VW-Affäre: Volkert festgenommen

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In der Affäre um Lustreisen und Korruption bei Europas größtem Autohersteller VW ist der ehemalige Vorsitzende des Betriebsrates, Klaus Volkert, als erster Beschuldigter verhaftet worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft besteht Verdunklungsgefahr. Volkert habe versucht, die Aufklärung der Affäre um jeden Preis zu verhindern und den früheren VW-Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer unter Druck zu setzen. Die Staatsanwaltschaft beruft sich bei der Verhaftung Volkerts auf Aussagen von Gebauer, gegen den in der Affäre ebenfalls ermittelt wird. Volkert soll ihm gedroht haben, es könne es zu einem – so wörtlich – “Gemetzel” in dem Prozess kommen, schwäche Gebauer seine Aussagen nicht ab. Erst in der vergangenen Woche war auch Anklage gegen den früheren VW-Arbeitsdirektor Peter Hartz erhoben worden. In der VW-Affäre geht es um Schmiergelder, Unterschlagung und Vergnügungsreisen, die über Blankoschecks bei VW abgerechnet wurden. Unterdessen wurde bekannt, dass VW die Produktion des Golf von Brüssel nach Deutschland verlegen will. Dabei könnten 4.000 der 5.400 Arbeitsplätze in der belgischen Hauptstadt wegfallen.