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Air France-KLM und Alitalia loten Möglichkeiten einer Fusion aus

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Air France-KLM und Alitalia loten Möglichkeiten einer Fusion aus

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Die Fluggesellschaft Air France-KLM führt mit der schwer angeschlagenen Alitalia Vorgespräche über eine Übernahme. Geprüft würden die Aussichten auf eine Alitalia-Sanierung und mögliche gemeinsame Strategien, teilte die franko-niederländische Airline mit. Erst danach seien Fusionsgespräche denkbar.

Vorstandschef Cyril Spinetta hatte bereits Ende März Gespräche angedeutet, diese aber von Fortschritten bei der Sanierung der hochverschuldeten Alitalia abhängig gemacht. Alitalia sei noch nicht reif, sich an der gemeinsamen Partnerschaft zu beteiligen, so Spinetta damals.

Alitalia ist nach Umsatz, Passagieraufkommen und Flotte deutlich kleiner als Air France-KLM.
Interessant ist der Konkurs-Kandidat für Franzosen und Niederländer vor allem wegen seiner Stellung auf dem italienischen Markt und seiner Bedeutung für ein mögliches Drehkreuz in Südeuropa.

Die Regierung in Rom verdächtigt Air France-KLM, Alitalia nach diesen Gesichtspunkten lediglich ausschlachten zu wollen und an einer Rettung der Gesellschaft nicht wirklich interessiert zu sein.
Ministerpräsident Romano Prodi will daher die mögliche Luftfahrtfusion zum Thema beim italienisch-französischen Gipfeltreffen an diesem Freitag in Lucca machen.

Der italienische Staat hält noch knapp die Hälfte der Alitalia-Anteile. Aus Wettbewerbsgründen kann er der Fluggesellschaft aber nur sehr begrenzt unter die Arme greifen.