Eilmeldung

Eilmeldung

Tiefe Trauer in Beirut

Sie lesen gerade:

Tiefe Trauer in Beirut

Schriftgrösse Aa Aa

Mehrere tausend Menschen sind auf den Straßen, um des ermordeten Industrieministers Pierre Gemayel zu gedenken. Der 34jährige, christliche Politiker ist am Dienstag von drei Attentätern in seinem Auto, in einem Beiruter Vorort, erschossen worden. Der Tod des syrienkritischen Politikers hatte weltweit Bestürzung ausgelöst. Viele Libanesen beschuldigen Syrien hinter dem Anschlag zu stecken, damit der Libanon destabilisiert wird.

Die Spannungen im Land nehmen zu. Hunderte Menschen drücken der Familie des Getöteten ihr Mitgefühl aus. Gemayels Leichnam ist in einen Sarg zum Stammsitz der Familie ins Bergdorf Bikfaja gebracht worden. Trauernde Menschen berührten immer wieder den Sarg. In dem Bergdorf wird er beerdigt. US-Präsident George W.Bush und Papst Benedikt der XVI, äußerten ihre Sorge um die Zukunft des Libanon. Der UN-Sicherheitsrat hat der Bitte des libanesischen Staatschef Siniora schnell entsprochen, dem Libanon bei der Untersuchung und Aufklärung des Attentates, zu helfen.

Libanesischen Polizei und Sicherheitskräfte untersuchen noch den Wagen, in dem der Minister getötet wurde, nach Spuren und Hinweisen auf die Attentäter. Von ihnen fehlt bisher noch jede Spur.