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Ausgangssperre in Bagdad

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Ausgangssperre in Bagdad

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Nach den schweren Anschlägen ist in der irakischen Hauptstadt Bagdad eine Ausgangssperre in Kraft. Die Regierung rief die Bevölkerung zur Besonnheit auf. Gestern war der Irak von der blutigsten Anschlagsserie seit der angloamerikanischen Invasion heimgesucht worden. Mindestens 160 Menschen starben, als im Bagdader Stadtteil Sadr City fünf Autobomben detonierten; mehr als 250 Menschen wurden verletzt.

Wenig später wurde die Abu-Hanifa-Moschee beschossen, das höchste Heiligtum der Sunniten in Bagdad. Mindestens eine Person wurde getötet, 14 weitere Menschen wurden verletzt. Der irakische Ministerpräsident Nuri al Maliki verurteilte die Anschlagsserie. Ziel sei es, die islamischen Brüder zu entzweien, sagte al Maliki im Fernsehsender al Irakija.

Auch der höchste schiitische Würdenträger im Irak, Groß-Ayatollah Ali al Sistani, mahnte zur Ruhe. Nach Angaben der Vereinten Nationen sind im Oktober mehr als 3 700 Zivilisten im Irak getötet worden.