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Euro in Höchstform - erstmals wieder über 1,31 Dollar

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Euro in Höchstform - erstmals wieder über 1,31 Dollar

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Der Kurs des Euro ist zum Wochenausklang auf den höchsten Stand seit April 2005 gestiegen. Dabei überschritt er erstmals wieder die Marke von 1,31 Dollar. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,3078 Dollar fest. Grund war ein Mix aus der guten Wirtschaftsentwicklung in der Eurozone, einer schwächelnden US-Konjunktur und einer Neugewichtung der Devisenreserven Chinas. Gemessen am Jahresdurchschnitt hatte der Euro zuletzt 2004 einen ähnlich hohen Wert erreicht – nämlich 1,3290 Dollar.

Mitauslöser der jüngsten Euro-Stärke war die Entscheidung der Zentralbank Chinas, bei den Devisenreserven den Euro stärker zu gewichten. Nicht nur Peking, ganz Ostasien müsse die Abhängigkeit vom US-Dollar verringern, erklärte die Bank of China. Zu groß sei die Gefahr einer Dollarschwäche.

Die europäische Gemeinschaftswährung wird derzeit aber auch von der soliden Wirtschaftskraft der Eurozone gestützt. So waren in dieser Woche vor allem die Zahlen aus der größten Euro-Volkswirtschaft Deutschland ermutigend.

Getragen vom globalen Wachstum läuft der deutsche Exportmotor auf Hochtouren. Und auch bei den heimischen Verbrauchern ist die Kauflust momentan ungebrochen. Viele Bürger ziehen geplante Anschaffungen oder Renovierungen vor, ehe im Januar die Mehrwertsteuererhöhung kommt.