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Proteste gegen Papst-Besuch in Istanbul

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Proteste gegen Papst-Besuch in Istanbul

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Zwei Tage vor dem Besuch von Papst Benedikt XVI. in der Türkei sind in Istanbul Zehntausende Papst-Gegner auf die Straße gegangen. Zu der Großkundgebung hatte die außerparlamentarische, islamische Saadet-Partei aufgerufen. Die Demonstranten protestierten gegen die umstrittenen Äußerungen Bendekits über den Islam. Er hatte ihn indirekt als gewalttätig und irrational bezeichnet. Der Papst und der Vatikan haben mehrere Male ihr Bedauern über die Äußerungen ausgedrückt, von einer umfassenden Entschuldigung jedoch bislang abgesehen.

Große Teile der muslimischen Welt reagierten empört darauf. Für die Muslime hat der Papst den Propheten Mohammed beleidigt. Vor seiner Wahl zum Papst hatte Benedikt sich gegen den Beitritt der Türkei zur Europäischen Union ausgesprochen, weil sie religiös und kulturell nicht zu Europa gehöre. Während seines viertägigen Besuchs wird Benedikt XVI. in Ankara, Izmir und Istanbul erwartet. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan distanzierte sich von den Protesten.