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Waffenstillstand in Nahost

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Waffenstillstand in Nahost

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Eine zwischen dem israelischen Ministerpräsidenten Ehud Olmert und Palästinenserpräsident Mahmut Abbas überraschend vereinbarte Waffenruhe hat sich zunächst als brüchig erwiesen. Militante Palästinenser feuerten erneut Kassam-Raketen in das israelische Grenzgebiet. Olmert äußerte sich dennoch optimistisch und rief zu Geduld auf. Abbas wies seine Sicherheitschefs an, die Umsetzung der Waffenruhe vor Ort zu gewährleisten. Im Gazastreifen wurden vielerorts Kontrollen durchgeführt. Abbas hatte Olmert am Samstagabend während eines Telefongesprächs mitgeteilt, die militanten Palästinensergruppen seien bereit, den Beschuss Israels mit Raketen einzustellen. Dennoch wurde der Grenzort Sderot wieder beschossen.

Berichte über Verletzte wurden zunächst nicht bekannt. Der palästinensische Ministerpräsident Ismail Hanijeh sagte in Gaza-Stadt, der Waffenstillstand werde nun umgesetzt. Am Abend treffe sich die palästinensische Regierung, um über die Lage zu beraten. Nach der wöchentlichen Kabinettsitzung sagte Israels Ministerpräsident Olmert, der Waffenstillstand könne der Beginn seriöser, ehrlicher, offener und direkter Verhandlungen zwischen Israel und der Autonomiebehörde werden, zwischen ihm und Abbas, um zu einer Vereinbarung zwischen beiden Seiten zu gelangen. Olmert hatte in der vergangenen Nacht die israelischen Truppen angewiesen, sich aus dem nördlichen Gazastreifen zurückzuziehen. Israels Verteidigungsminister Amir Perez sagte, man werde auf jeden Angriff mit aller Härte reagieren. Ein Sprecher der islamistischen Hamas-Bewegung kündigte im Gazastreifen an, den erneuten Raketen-Beschuss Sderots untersuchen zu lassen.