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Correa gewinnt Stichwahl in Ecuador

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Correa gewinnt Stichwahl in Ecuador

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Südamerika hat voraussichtlich ein weiteres Land mit dezidiert linker und anti-amerikanischer Führung: Raphael Correa sieht sich als neuen Präsidenten von Ecuador. In der Stichwahl bekam der Freund des linksnationalistischen Präsidenten Venezuelas Hugo Chavez nach Hochrechnungen rund 57 Prozent der Stimmen. Correa kündigte an, auch er lehne ein US-Freihandelsabkommen ab. Das Wirtschaftsministerium und das für Erdölexport würden mit ausgewiesen linken Ministern besetzt. Correa sagte, jetzt beginne der richtige Kampf um den Wiederaufbau der Nation. Der Kampf gegen die Mafia, die das Land beherrscht habe, der Kampf um eine bessere Nation, die alle wollten und verdienten. Gott schütze die Menschen von Quito und anderswo – bis zum Sieg. Das von Unruhen gezeichnete Ecuador bekommt damit den achten Staatschef in zehn Jahren. Gegenkandidat Alvaro Noboa aber gab sich noch nicht geschlagen. Der konservative Plantagenbesitzer und Millionär sprach von Wahlbetrug und forderte eine Neu-Auszählung der Stimmen. Der Gewinner der ersten Runde von Mitte Oktober hatte vor einem Bürgerkrieg für den Fall gewarnt, dass Correa an die Macht kommen sollte. In Ecuador leben rund 13 Millionen Menschen, sechs von zehn unter der Armutsgrenze.