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EU-Parlament nimmt künftige EU-Kommissare unter die Lupe

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EU-Parlament nimmt künftige EU-Kommissare unter die Lupe

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Für Meglena Kuneva und Leonard Orban ist die Stunde der Wahrheit gekommen: Die beiden künftigen EU-Kommissare aus Bulgarien und Rumänien mussten sich an diesem Montag zur Anhörung dem Europäischen Parlament stellen. An den Abgeordneten führt kein Weg vorbei, bevor die Kandidaten mit dem für den 1. Januar geplanten Beitritt ihrer Länder in der Kommission Einzug halten können. Kuneva soll künftig über den Verbraucherschutz wachen, der derzeit noch beim Gesundheitskommissar angesiedelt ist. Die promovierte Juristin und Europa-Ministerin hat als Chefunterhändlerin den Beitritt ihres Landes mit verhandelt.

Der Wirtschaftswissenschaftler und Ingenieur Orban war Chefunternhändler Rumäniens. Dass für ihn das Ressort Vielsprachigkeit zugeschnitten wurde, sorgte für Kritik, auch bei den Europa-Abgeordneten. Orban verteidigte im Parlament die Vielsprachigkeit, die dem Einzelnen mehr Chancen verschaffe. Die steigenden Kosten für die Übersetzungsdienste in der EU will er in vertretbaren Grenzen halten. Das Parlament wird Mitte Dezember über die beiden Nominierten abstimmen. 2004 hatte es Italiens Kandidaten Rocco Buttiglione wegen dessen Äußerungen über Homosexualität zu Fall gebracht.