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Euro so stark wie seit 20 Monaten nicht mehr - Sorge bei Finanzministern der Eurozone

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Euro so stark wie seit 20 Monaten nicht mehr - Sorge bei Finanzministern der Eurozone

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Der Euro ist zu Wochenbeginn weiter im Höhenflug. Die EZB setzte den Referenzkurs auf 1,3114 Dollar fest. Anschließend zog die Gemeinschaftswährung auf über 1,3170 Dollar davon. Impulse bekommt der Euro derzeit von robusten Wirtschaftsdaten aus Deutschland, größeren Euro-Reserven internationaler Zentralbanken und einem sich verringernden Zinsunterschied zu den USA. Insgesamt nahm der Euro damit seit Jahresbeginn um elf Prozent an Wert zu und erreichte an diesem Montag den höchsten Stand seit 20 Monaten.

Der starke Euro beschäftigte unterdessen auch die Finanzminister der Eurozone, die in Brüssel zusammenkamen. Die Ressortchefs befürchten, dass die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Exportwirtschaft und damit die Konjunktur insgesamt geschwächt wird.

So erklärte Frankreichs Finanzminister Thierry Breton, die weitere Kursentwicklung müsse sehr aufmerksam beobachtet werden. Angesichts der in einem halben Jahr stattfindenden französischen Präsidentschaftswahlen befürchtet Breton ein weiteres Abflachen des Wirtschaftswachstums.

Breton und andere Pariser Regierungsmitglieder machen die hohen Zinsen für den starken Euro mitverantwortlich. So wurde den Währungshütern um EZB-Präsident Jean-Claude Trichet erneut vorgeworfen, mit ihrer Geldpolitik das Wachstum nicht zu fördern.