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Proteste gegen Papst-Besuch in der Türkei

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Proteste gegen Papst-Besuch in der Türkei

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Es war die Schlagzeile in allen türkischen Zeitungen an diesem Montagmorgen: Zehntausende haben am Sonntag in Istanbul gegen den Papst-Besuch demonstriert. Benedikt XVI. kommt morgen in die Türkei, und es dürfte eine schwierige Reise werden. Es geht um die umstrittenen Äußerungen des Papstes über den Islam. Am Sonntag hatten in Istanbul Zehntausende Türken gegen den Papst-Besuch protestiert. Organisiert hatte die islamische, außerparlamentarische Saadet-Partei die Kundgebung. Benedikt hatte den Islam kürzlich indirekt als gewalttätig bezeichnet, für viele Muslime hat er den Proheten Mohammed damit beleidigt.

Der Papst bedauerte seine Äußerungen zwar, eine ausdrückliche Entschuldigung gab es bislang jedoch nicht. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan distanzierte sich von den Protesten. Sowohl die türkische Regierung als auch der Vatikan bemühten sich um versöhnliche Töne. Der Papst legte beim Sonntagsgebet auf dem Petersplatz in Rom ein Bekenntnis zur Freundschaft mit der Türkei ab. Er begegne dem türkischen Volk und seinen Repräsentanten mit einem Gefühl der Wertschätzung und echter Freundschaft. Der Papst wird vier Tage in der Türkei bleiben.