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Schlappe für Nationalkonservative in Polen

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Schlappe für Nationalkonservative in Polen

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In der mit Spannug erwarteten Stichwahl um das Bürgermeisteramt in Polens Hauptstadt Warschau hat sich die Oppositions-Kandidatin durchgesetzt. Der Sieg der Liberalen Hanna Gronkiewicz-Waltz wird als gelbe Karte an die national-konservative polnische Regierung gesehen. Die Ex-Chefin der polnischen Zentralbank sagte, sie werde das Amt würdig und für alle Warschauer überzeugend ausfüllen. Sie setzte sich gegen den früheren Ministerpräsidenten Kazimierz Marcinkiewicz der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit durch. Marcinkiewicz war bereits übergangsweise Bürgermeister gewesen, nachdem Lech Kaczynski ins Amt des Staatspräsidenten wechselte.

Der Verlust des einflussreichen Postens ist eine schwere Schlappe für die Zwillinge Kaczynski, Präsident Lech und Regierungschef Jaroslaw Kaczynski. Sie gewannen die Kommunalwahlen zwar auf dem Land, aber die meisten Städte gingen an die Liberalen.