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Erneut tote NATO-Soldaten in Afghanistan

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Erneut tote NATO-Soldaten in Afghanistan

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In Riga hat der NATO-Gipfel offiziell begonnen – zum ersten Mal auf dem Boden eines ehemaligen Sowjet-Staates. Kurz zuvor betonte der amerikanische Präsident George W. Bush, die Türen der Allianz für weitere Mitglieder stünden offen. Damit ist Georgien gemeint. Ein Wink, mit dem Bush auf dem parallel stattfindenden GUS-Gipfel in Minsk Öl ins Feuer gießt. Das Land grenzt nicht nur an Russland, die Beziehungen zwischen Tiflis und Moskau sind ohnehin stark angespannt.

Bush sagte: “Georgien strebt nach einer NATO-Mitgliedschaft. Wenn das Land weitere Reformen durchführt, werden wir auch Georgiens Wunsch weiter unterstützen. Und wir unterstützen auch die ukrainische Führung dabei, die Korruption zu bekämpfen, Gesetze durchzusetzen und dem Frieden zu dienen.”

Beherrschendes Thema auf dem Gipfel ist die Lage in Afghanistan. Dort wurden erneut zwei NATO-Soldaten durch die Explosion einer Autobombe bei Kabul getötet. Während die Taliban stärker werden, fordert Bush zu einem größeren Engagement auf – vor allem die Mitglieder, die ihre Truppen nicht im gefährlichen Süden stationiert haben, wie Deutschland. Auch Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer sagte, NATO-Kommandeure sollten über den Standort der Truppen entscheiden können. Dann könne aus dem Einsatz eine “Mission Possible” werden, so der Generalsekretär.