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Iberdrola beim Kauf von Scottish Power fast am Ziel

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Iberdrola beim Kauf von Scottish Power fast am Ziel

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Der spanische Energieversorger Iberdrola ist bei seiner geplanten Übernahme von Scottish Power kurz vor dem Ziel. Der Vorstand des britischen Unternehmens stimmte dem Kaufangebot von mehr als 17 Milliarden Euro einstimmig zu. Das teilten beide Konzerne in London mit. Billigen müssen die Fusion nun noch die Aktionäre und die Kartellbehörden.

Iberdrola-Vorstandschef Ignacio Sanchez Galan wies in Madrid Vorwürfe von Analysten zurück, der Kaufpreis für Scottish Power sei zu hoch gewesen. Zwar gebe es einen hohen Aufpreis, aber Iberdola zahle in Aktien, die gegenüber dem Zeitpunkt des offiziellen Angebots 50 Prozent an Wert gewonnen hätten.

Gemessen am Jahresumsatz bringt es das fusionierte Unternehmen auf knapp ein Drittel des europäischen Marktführers E.ON. Zugleich zieht es am spanischen Branchenprimus Endesa vorbei. Endesa ist derzeit Gegenstand eines Übernahmeversuchs von E.ON. Der deutsche Energieriese war im vergangenen Jahr auch an Scottish Power interessiert, kam aber nicht zum Zuge.

Gemeinsam mit den Schotten verfestigt Iberdrola seine Position als eines der weltweit führenden Unternehmen im Bereich erneuerbare Energien. Bei der Windenergie sind Iberdrola und Scottish Power die Nummer eins. Damit bleibt der europäische Strommarkt weiter in Bewegung. In der Sache E.ON-Endesa will an diesem Mittwoch die EU-Kommission über das weitere Verfahren gegen Spanien entscheiden. Nach Ansicht Brüssels behindern spanische Behörden die Übernahme Endesas durch E.ON.