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Minsk: GUS-Gipfel im Zeichen starker Spannungen zwischen den Mitgliedstaaten

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Minsk: GUS-Gipfel im Zeichen starker Spannungen zwischen den Mitgliedstaaten

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In der weißrussischen Hauptstadt Minsk haben die Staats- und Regierungschefs der GUS-Staaten am Dienstag über eine Modernisierung der Organisation sowie ihrer Organe beraten. Ziel der Gespräche war es, die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Mitgliedsländern effizienter zu gestalten. Denn innerhalb der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten gibt es starke Spannungen. So steht etwa Russland einer Annäherung an die NATO skeptisch gegenüber, während Georgien dem Bündnis beitreten möchte und auch die Ukraine entsprechende Ambitionen gezeigt hat.

Mit Spannung wurde auch das Zusammentreffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und seinem georgischen Kollegen Michail Saakaschwili erwartet. Das Verhältnis zwischen den beiden Staaten ist nach der so genannten Spionage-Affäre auf einem Tiefpunkt angelangt.Tiflis sieht dennoch eine Möglichkeit, die Gespräche wieder aufzunehmen, da Georgien einem Beitritt Russlands in die Welthandelsorganisation zustimmen muss – und im Gegenzug auf eine versöhnliche Geste Russlands hofft.

Auch die Preiserhöhungen für russisches Gas haben für schlechte Stimmung in der GUS gesorgt. So soll Weißrussland nun 200 Dollar pro 1.000 Kubikmeter bezahlen, nachdem es zuletzt Gas zum Billigtarif von nur 46 Dollar bezogen hatte. Auch von Tiflis fordert Gasprom höhere Preise – zwischen 170 5; 250 Dollar pro 1.000 Kubikmeter.