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NATO-Gipfel in Riga

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NATO-Gipfel in Riga

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Die Sicherheitslage in Afghanistan ist Thema Nummer eins auf dem NATO-Gipfel in Riga. Während die Taliban stärker werden und die Gewalt wächst, ringt die NATO um neue Strategien. Gestern wurden erneut zwei kanadische Soldaten durch einen Selbstmordanschlag getötet.

Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer schlug auf dem Gipfel vor, ab 2008 sollten die afghanischen Sicherheitskräfte schrittweise die Kontrolle im Land übernehmen. Bis dahin müsse die Lage stabilisiert werden. Deswegen sollten die Alliierten mehr Truppen bereitstellen, so Scheffer.

Mehr Soldaten, mehr Geld und keine nationalen Einschränkungen, das sind auch die Anliegen des amerikanischen Präsidenten. George W. Bush kam vor dem Gipfel mit dem estonischen Präsidenten Toomas Ilves zusammen. Er forderte: NATO-Kommandeure müssten die Anzahl der Truppen erhalten, die sie anforderten. NATO-Einheiten sollten auch bereit sein, so wörtlich “schwierige Aufgaben” zu übernehmen. Ein Appell in Richtung Spanien, Italien, Frankreich und Deutschland, auch Truppen im unruhigen Süden zu stationieren – was die Staaten bisher ablehnten.