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Papst in der Türkei eingetroffen

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Papst in der Türkei eingetroffen

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Papst Benedikt XVI. ist in der Türkei. Ein Besuch unter äußerst scharfen Sicherheitsvorkehrungen. Das katholische Kirchenoberhaupt will sich in der Türkei für einen Dialog mit der islamischen Welt einsetzen. Die Reise sei dazu bestimmt, “den Dialog und den gemeinsamen Einsatz für den Frieden” zu fördern, hatte der Papst vor dem Abflug in Rom gesagt.

Vielleicht war es schon ein Stück Dialog, dass ihn der türkische Ministerpräsident Erdogan auf dem Flughafen begrüßte. Noch am Wochenende hatte es nämlich geheißen, Erdogan werde schon zum NATO-Gipfel abgereist sein, wenn der Papst ankomme. Der Papst ist anders als bei seinen Reisen sonst üblich kein Gast des Staatsoberhauptes. Nicht der türkische Präsident hat ihn eingeladen – sondern der Patriarch der orthodoxen Kirche.

Ihm gilt eigentlich der Besuch des katholischen Kirchenoberhauptes. Der Papst will auf dieser Reise den Dialog befördern – in erster Linie aber jenen mit dem orthodoxen Zweig der Christenheit. Er will die vor fast tausend Jahren vollzogene Spaltung zwischen Ost- und Westkirche überwinden

Nach einem Besuch des Atatürk-Mausoleums und dem offiziellem Empfang durch den türkischen Staatspräsidenten in dessen Residenz steht heute die äußerst wichtige Begegnung mit dem obersten Chef der staatlichen Religionsbehörde auf dem Programm des Papstes.