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Rassismus-Beobachter: "Zu wenig Zahlen"

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Rassismus-Beobachter: "Zu wenig Zahlen"

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Die Europäische Stelle zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit (EUMC) kritisiert in ihrem Jahresbericht vor allem einen folgenschweren Mangel an Daten. Das wahre Ausmaß rassistisch motivierter Gewalt- und Straftaten sei wegen fehlender oder ineffektiver Datenerhebung noch immer schwer zu erfassen.

Nur zwei der 25 EU-Mitgliedstaaten verfügten in diesem Bereich über umfassende Datenerhebungssysteme, nämlich Finnland und Grossbritannien. Sorge machten auch vermehrte antisemitische und anti-islamische übergriffe in der Union. So hätten die Anschläge britisch-muslimischer Selbstmordattentäter die “glaubensmotivierte Hasskriminalität” in Grossbritannien ansteigen lassen. Sie sei aber dank des entschiedenen Auftretens von politischen und religiösen Führungspersönlichkeiten aber bald wieder abgeebbt.

«Gleichzeitig gibt es sowohl aus dem öffentlichen als auch aus dem privaten Sektor mehr und mehr Initiativen zur Bekämpfung von Diskriminierung und Rassismus,” so Vertreter der EUMC. Europa sei zwar ein Stück vorwärts gekommen, habe aber noch einen weiten Weg vor sich.»