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Kinder bei Schießerei im Irak getötet

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Kinder bei Schießerei im Irak getötet

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Bei einer Schießerei im Irak sind sechs Zivilisten getötet worden. Fünf davon waren junge Mädchen, Kinder zwischen sechs Monaten und zehn Jahren. Der Vorfall passierte in der Stadt Ramadi: Nach amerikanischen Angaben wollten Soldaten dort einen Sprengsatz entschärfen. Von einem Hausdach hätten zwei Männer geschossen, die US-Soldaten hätten zurückgefeuert, unter anderem mit Panzergranaten. Nach der Schießerei habe man in dem Haus die Leichen entdeckt.

Ramadi, wie auch die ganze Provinz Anbar bei Bagdad, ist eine Hochburg sunnitischer Rebellen. Nach einem Bericht der “Washington Post” starben in der Provinz seit September neunzig US-Soldaten. Der Krieg gegen die Aufständischen in Anbar sei für die USA nicht mehr zu gewinnen.

Inzwischen hat der UNO-Sicherheitsrat das Mandat für den Irak-Einsatz um ein weiteres Jahr verlängert. Alle fünfzehn Ratsmitglieder stimmten einem Resolutionsentwurf der USA zu, auf Antrag der irakischen Regierung. Das bisherige Mandat lief noch bis zum Jahresende.

In den USA selbst weitet sich der Streit aus, ob im Irak inzwischen ein Bürgerkrieg herrscht. Die Regierung sagt nein, aber die Medien schwenken allmählich auf diesen Begriff um. Gestützt wird das von Zahlen der UNO: Demnach wurden in den letzten vier Monaten, von Juli bis Oktober, mehr als dreizehntausend Iraker getötet. Weit über dreitausend waren es allein im Oktober, dem blutigsten Monat seit Kriegsbeginn.