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Rente in Großbritannien künftig erst mit 68, in Deutschland mit 67

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Rente in Großbritannien künftig erst mit 68, in Deutschland mit 67

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Großbritannien und Deutschland bereiten sich mit Rentenreformen auf den Wandel in der Bevölkerungsstrunktur vor. Die britsche Regierung stellte ein neues Gesetzespaket vor, dem Monate lange Beratungen von Experten vorausgegangen waren. Mit der Reform soll die Finanzierbarkeit des staatlichen Rentensystems erhalten und mehr Gerechtigkeit zwischen den Generationen, vor allem aber gegenüber Frauen geschaffen werden.

Kernpunkt ist die Heraufsetzung des Pensionseintrittsalters auf 68 Jahre. Dies soll schrittweise bis 2046 eingeführt werden. Zugleich wird die Zahl der Erwerbsjahre, die zum Rentenanspruch nötig sind, einheitlich auf 30 gekürzt. Zudem werden Frauen bei der Rentenbemessung künftig besser gestellt.

Auch Deutschland bringt eine Rentenreform auf den Weg. Die Große Koalition plant die Rente mit 67 – ein Projekt, das bereits unter der Vorgängerregierung Schröder von Expertengremien angeregt worden war. Nur wer 45 Jahre Beiträge eingezahlt hat, soll auch weiterhin mit 65 abschlagsfrei in den Ruhestand gehen können. Die erste Lesung im Bundestag ist noch vor Weihnachten geplant. Deutsche wie Briten werden jedoch mit der in Europa immer verbreiteteren Situation konfrontiert, dass die staatliche Rente allein wohl nicht mehr die Altersversorgung sichert. Die private Vorsorge spielt eine immer größere Rolle.