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Warnhinweise, Steuererhöhungen? EU-Gesundheitsminister sagen Alkoholmissbrauch den Kampf an

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Warnhinweise, Steuererhöhungen? EU-Gesundheitsminister sagen Alkoholmissbrauch den Kampf an

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Der Alkohol schafft der EU zunehmend ein Problem. Nicht nur in Großbritannien ist Kampftrinken, so genanntes “Binge drinking”, zum Sport für Jugendliche geworden. Mehrere tausend landen deshalb jedes Jahr im Krankenhaus – manche bereits mit Leberzirrhose. Fast 200.000 Menschen sterben laut EU-Kommission jährlich in Europa an den Folgen von Alkoholmissbrauch – oder Alkohol am Steuer. Die Gesundheitsminister wollen dem mit einer ganzen Reihe drastischer Maßnahmen zu Leibe rücken.

Sie berieten über Warnhinweise wie ein Piktogramm für Schwangere, das der französische Minister mitbrachte. Sein polnischer Kollege will gar Hinweise auf den Flaschen vorschreiben, wonach ein betrunkener Autofahrer zum Mörder werden kann. Gesundheitskommissar Markos Kyprianou drohte der Industrie mit gesetzlichen Werbebeschränkungen.

Den Kampf gegen Alkoholmissbrauch wollen die Minister ebenso Ernst nehmen wie den gegen Tabakkonsum – unter anderem mit dem Austausch nationaler Erfolgsmodelle. Auch über Steuererhöhungen und einheitliche Promille-Grenzen wurde beraten. Unfälle unter Alkoholeinfluss sind laut Kyprianou bei den unter 24jährigen in Europa die häufigste Todesursache.