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Robuste britsche Wirtschaft lässt Pund Sterling weiter steigen

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Robuste britsche Wirtschaft lässt Pund Sterling weiter steigen

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Spekulationen über weitere Zinserhöhungen durch die Bank von England haben das Pfund Sterling auf neue Höhen getrieben. Die britische Währung notierte bei 1,97 Dollar, nur noch knapp unter der psychologisch wichtigen Marke von zwei Dollar. Hintergrund ist die robuste Konjunkturlage des Königreichs sowie Spekulationen gegen den Dollar.

Damit erreicht das Pfund Sterling den höchsten Stand seit 1992, als die Devise aus dem europäischen Währungssystem ausschied. Der Tiefstand in den vergangenen Jahren war 2002 erreicht, als der Kurs bei 1,4540 Dollar gelegen hatte.

Die derzeitige Situation sei ähnlich schwierig wie die in den späten neunziger Jahren, so die Einschätzung von Mervyn King, des Gouverneurs der Bank von England. Allerdings mit umgekehrten Vorzeichen: Damals hätten die Unternehmen wechselkursbedingte Nachteile beim Export in die Eurozone gehabt. Heute gebe es die gleichen Wettbewerbsprobleme im Dollarraum. Aufgabe der Währungspolitik könne es nur sein, einigermaßen für Stabilität zu sorgen.

Das starke Pfund Sterling ist zunächst Ausdruck der robusten britischen Wirtschaft, vor allem ihrer Binnenkonjunktur. Im dritten Quartal wuchs das Bruttoinlandsprodukt so stark wie seit zwei Jahren nicht mehr. Auch zwei Zinserhöhungen durch die Londoner Währungshüter konnten diesen Trend nicht stoppen. Im kommenden Jahr dürfte es ähnlich werden.