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Pinochet nach Herzinfarkt in Lebensgefahr

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Pinochet nach Herzinfarkt in Lebensgefahr

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Der frühere chilenische Militärmachthaber Augusto Pinochet schwebt in Lebensgefahr. Nach Angaben chilenischer Medien benötigt General Pinochet einen zweiten chirurgischen Eingriff. Pinochet war am Sonntagmorgen nach einem Herzinfarkt in das Miltärkrankenhaus von Santiago de Chile eingeliefert worden. Dort wurde mit einem Katheter die Verstopfung einer Herzarterie beseitigt. Anschließend wurde die Arterie stabilisiert.

Sein Zustand sei stabil aber lebensbedrohlich, teilten die behandelnden Ärzte mit. Der 91-jährige Pinochet erhielt die Sterbesakramente. General Pinochet hatte im September 1973 mit US-Hilfe den demokratisch gewählten sozialistischen Staatspräsidenten Salvador Allende gestürzt und eine Militärdiktatur errichtet.

Unter Pinochets Gewaltherrschaft wurden in Chile mehr als 3 000 Menschen getötet. Rund 30 000 Oppositionelle wurden eingesperrt. Im Fußballstadion von Santiago wurde ein berüchtigtes Folterlager eingerichtet.

Pinochet ist immer wieder wegen der
Menschenrechtsverletzungen und Morde angeklagt worden, verurteilt wurde er nie. Erst vor wenigen Tagen wurde er wegen der Ermordung von zwei Leibwächtern von Präsident Allende angeklagt.