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Libanon fürchtet neuen Bürgerkrieg

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Libanon fürchtet neuen Bürgerkrieg

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Nach dem Tod eines jungen Demonstranten wächst im Libanon die Angst vor bürgerkriegsartigen Zuständen: Der 20-jährige war am Sonntag bei ersten Zusammenstößen zwischen Anhängern pro-syrischer und anti-syrischer Gruppierungen in der Hauptstadt Beirut getötet worden.

Seit Freitag lagern Gegner des anti-syrischen Ministerpräsident Siniora auf dem Platz vor dem Regierungspalast und fordern den Rücktritt des Kabinetts. Vor allem die radikal-islamische Hisbollah-Bewegung, die von Syrien unterstützt wird, fordert eine Regierung der Nationalen Einheit.

Zu den Zusammenstößen kam es, als ein Fahrzeugkonvoi mit Hisbollah-Flaggen durch den Stadtteil Kaskas fuhr. Dort wohnen vor allem Anhänger der anti-syrischen Koalition. Der libanesischen Armee gelang es schließlich, die Lage wieder zu beruhigen. Unterdessen wurden in der Hauptstadt weitere Soldaten postiert.