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Mysteriöser Gifttod: Scotland Yard ermittelt im Ausland.

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Mysteriöser Gifttod: Scotland Yard ermittelt im Ausland.

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Die britische Polizei sucht jetzt auch im Ausland nach Spuren im Fall des vergifteten russischen Ex-Spions Alexander Litvinenko. Das teilte Innenminister John Reid mit. Scotland Yard werde bald nach Moskau fliegen. Er selbst reist heute auf das Europäische Festland, mit den Erkenntnissen seiner Behörden. Dem Kontaktmann Mario Scaramella geht nach Auskunft seiner Londoner Ärzte weiterhin gut.

Das italienische Gesundheitsministerium teilte mit, Scaramella könne bereits heute entlassen werden. Der italienische Geheimdienst-Experte geht davon aus, dass das Gift in seinem und Litvinenko Körper mit einer Liste des russischen Geheimdienstes zusammenhängt, auf der angeblich beide Namen standen. Sein Anwalt Sergio Rastrelli erklärte, Scaramella wolle alle Namen und Daten, die er von Litvinenko habe, öffentlich machen.

In einer Mail an Rastrelli schreibt Scaramella, es gehe um Namen von Politikern und Journalisten, die mit der Spionagetätigkeit der früheren Sowjetunion in Zusammenhang stünden. Er verfüge unter anderem über entsprechende Tonbänder. Obwohl immer mehr Hinweisen nachgegangen wird, ist eines weiter unklar: Wer hat Alexander Litvinenko vor mehr als vier Wochen tödlich vergiftet.