Eilmeldung

Eilmeldung

Neuer Airbus A350 kostet zehn Milliarden Euro - staatliche Hilfen noch ungeklärt

Sie lesen gerade:

Neuer Airbus A350 kostet zehn Milliarden Euro - staatliche Hilfen noch ungeklärt

Schriftgrösse Aa Aa

Nach dem Startschuss für den A350 hat Airbus Einzelheiten zur Finanzierung des Großprojekts bekannt gegeben. So belaufen sich die Entwicklungskosten auf rund zehn Milliarden Euro, deutlich mehr als zunächst angenommen. Airbus-Chef Louis Gallois sagte vor der Presse in Paris, finanziert werden solle das neue Kind vor allem aus Mitteln des Mutterkonzerns EADS. Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern verfüge über genügend Gelder, die investiert werden könnten. Wie Gallois betonte, will EADS auf Augenhöhe mit dem US-Rivalen Boeing konkurrieren.

Boeing hat das Langstreckenmodell 787 Dreamliner entwickelt, das der A350 ab 2013 angreifen soll. Mit einer Passagierzahl von bis zu 375 ist der A350 etwas größer als der Dreamliner. Dagegen haben beide in etwa die gleiche Reichweite. Deutlich dicker ist indes das Auftragsbuch der Amerikaner: den 432 Bestellungen für Boeing stehen 100 Order für Airbus gegenüber.

Die Entscheidung für den Bau des A350 war immer wieder aufgeschoben worden. Erleichterung und Zustimmung kam nun von den Gewerkschaften. In Toulouse erklärte einer ihrer Sprecher, die Entwicklung des A350 sei richtig und überfällig. Die Aktionäre hätten durch die Konzernerfolge der Vergangenheit viel Geld zur Verfügung, das nun dringend in den Bau dieses Modells gesteckt werden sollte.

Offen ist weiterhin, inwieweit staatliche Darlehen den neuen Airbus in die Lüfte helfen solle. Schließlich kam auch der Boeing-Dreamliner in den Genuss erheblicher Subventionen. Vor der Welthandelsorganisation (WTO) schwelt indes seit Jahren ein Streit zwischen den USA und der Europäischen Union über staatliche Kredite für Flugzeugbauer. Zur Finanzierung des A350 schloss Airbus auch eine Kapitalerhöhung nicht aus.