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Syrien soll für Stabilität im Nahen Osten sorgen

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Syrien soll für Stabilität im Nahen Osten sorgen

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Deutschland hat Syrien aufgefordert, mit seinem Einfluss im Nahen Osten für mehr Frieden und Stabilität zu sorgen. Diesen Wunsch äußerte Außenminister Frank-Walter Steinmeier bei seinem Besuch in Syrien. Steinmeier traf dort unter anderem Präsident Baschar al-Assad. Das Treffen mit Assad dauerte mit zwei Stunden doppelt so lange wie geplant.

Steinmeier appellierte auch an Syrien, auf die libanesische Hisbollah-Partei mäßigend einzuwirken und zum Libanon wieder normale Kontakte zu pflegen: “Ihr Land hat nach einem – fast – Vierteljahrhundert wieder diplomatische Beziehungen zum Nachbarstaat Irak aufgenommen. Und natürlich wünsche ich mir, dass dieses ein Schritt ist, der auch in Richtung auf den Libanon erfolgen wird.”

Sein Kollege Walid al-Muallem sagte, Syrien erkenne die Unabhängigkeit des Libanon an. Auch der Aufnahme diplomatischer Beziehungen stehe nichts im Wege, jedenfalls “im Prinzip” nichts. Allerdings müsse zuvor die Spaltung dort überwunden sein; das sei aber Sache des Libanon selbst. Syrien hatte lange Zeit Soldaten im Libanon; erst letztes Jahr zogen seine Truppen dort ab. Es gilt auch als wichtiger Unterstützer der Hisbollah.

Muallem forderte seinerseits Deutschland zu einer stärkeren Rolle im Nahen Osten auf. Er verwies darauf, dass Deutschland im Januar sowohl den Vorsitz in der Europäischen Union als auch in der Gruppe der G-8-Staaten übernehme. Damit könne es entscheidenden Einfluss nehmen.