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Proteste in Beirut: Siniora ruft zur Ruhe auf

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Proteste in Beirut: Siniora ruft zur Ruhe auf

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Begleitet von neuen Protesten haben in Beirut tausende Libanesen an der Beerdigung eines jungen Oppositionsanhängers teilgenommen. Er war bei Zusammenstößen zwischen Schiiten und Sunniten am Sonntagabend erschossen worden. Die pro-syrische Opposition rief ihre Anhänger dazu auf, sich massiv am Trauermarsch zu beteiligen.

Seit Freitag dauern die Proteste der Regierungsgegner im Libanon an, einem Land, das religiös und politisch tief gespalten ist. Dazu aufgerufen hatten die Schiiten Parteien Hisbollah und Amal sowie der Christenführer Michel Aoun. Sie wollen damit den Rücktritt der libanesischen Regierung erzwingen, der sie Korruption und Unfähigkeit vorwerfen.

Mit einer Sitzblockade besetzen Demonstranten seit Tagen den Platz vor dem Regierungspalast des Ministerpräsidenten. Fuad Siniora rief das Land zur Ruhe auf: “Es gebe keine andere Lösung als den Dialog beider Seiten. Ansonsten werde das Land durch Konflikte verschiedener Gruppen und Verbündeter erschüttert.” Die Regierung wirft der prosyrischen Opposition vor, den Konflikt anzuheizen, um die Aufklärung der politischen Morde im Libanon zu verhindern. Aus Furcht vor neuen Ausschreitungen wurden weitere Sicherheitskräfte zusammengezogen.