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Spannung im Libanon nimmt zu

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Spannung im Libanon nimmt zu

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Nach schweren Zusammenstößen zwischen Anhängern von Regierung und Opposition hat sich die Lage in Beirut weiter verschärft. Die pro-syrische Opposition um die schiitischen Parteien Hisbollah und Amal rief ihre Anhänger nach dem Tod eines schiitischen Aktivisten auf, in großer Zahl an dessen Begräbnis teilzunehmen. Einwohner der Hauptstadt äußerten die Sorge, die Proteste könnten in eine Konfrontation zwischen Schiiten und Sunniten ausarten.

Derweil setzten auch am Montag rund 4500 Anhänger der pro-syrischen Opposition ihren am Freitag begonnenen Sitzstreik fort. Damit wollen sie die Regierung von Ministerpräsident Fuad Siniora zum Rücktritt zwingen. Natürlich könne man noch mehr Menschen für noch grösser angelegte Proteste gewinnen, so Siniora. Aber das sei nicht der Weg zum Dialog.

Die Opposition verlangt die Bildung einer Regierung der nationalen Einheit. Siniora sieht in den Protesten dagegen einen Versuch, der einstigen Schutzmacht Syrien wieder mehr Einfluss zu verschaffen.