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Britische Supermarktketten wegen Textil-Billigproduktion in der Kritik bei Menschenrechtlern

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Britische Supermarktketten wegen Textil-Billigproduktion in der Kritik bei Menschenrechtlern

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Eine Menschenrechtsgruppe hat schwere Vorwürfe gegen britische Supermarktketten erhoben. Diese sollen Billig-Arbeitskräfte in der Textil-produktion in Bangladesch ausbeuten. Überlange Arbeitszeiten, das Fehlen von Gewerk- schaften, menschenunwürdige Arbeitsbedingungen und Unterbezahlung beträfen vor allem Frauen, so die Menschenrechtler.

Die Vorwürfe richten sich gegen den Ableger der amerikanischen Wal-Mart-Gruppe Asda, sowie die Ketten Tesco und Primark. Während sich der gesetzlich garantierte Mindeststundenlohn in westeuropäischen Staaten wie Frankreich oder Grossbritannien um 8 Euro bewegt, liegt er im verarmten Bangladesch bei nur 7 Euro-Cent.

Die drei betroffenen Supermarktketten hatten in der Vergangenheit zugesagt, maximale Arbeitszeiten festzulegen und Löhne zu bezahlen, die zum überleben ausreichen. An diese Prinzipien haben sie sich nicht gehalten – so meint auch der Londoner “Guardian”, der in Fabriken vor Ort in Bangladesch recherchierte.

Tesco wies bislang alle Vorwürfe von sich. Ein Sprecher erklärte, man bezahle in Bangladesch über dem Durchschnittsniveau. Die Produktion in Billiglohnländern ermöglicht es Häusern wie Tesco, ein Paar Jeans bereits ab 4 Euro 50 anzubieten.